Hobbymalerinnen-Clan mit Billeder Wurzeln


Marlene, Magdalena und Mara Slavik

Marlene Slavik, Billeder Baujahr 1959, lebt heute in Walzbachtal. Seit 10 Jahren ist sie mit Bildern in Ausstellungen und es ist unwahrscheinlich, dass ihr Gestaltungsdrang ihr abhanden kommen wird. Um den Maler-Clan jedoch zu entwirren, ist ein Rückblick hilfreich.

Wenn man an Banater Bilder denkt, fällt einem zunächst Stefan Jäger ein. Er hat dem kleinen Völkchen der Banater Schwaben, das sich nicht zuletzt dank multikultureller Erlebnisse selbst aufgelöst hat, mit seiner Genremalerei sozusagen das Passbild für die Völkerkunde gemalt. Der berühmte Maler hatte auch Billeder Wurzeln, seine Mutter hieß auch Magdalena und ihr Elternhaus stand in der Neugasse, heute Nr. 667.

Im Billed der 1930er Jahre, immerhin ein Bauerndorf mit Fabriken und Tennisclub, werden Malerei und Musik als Liebhaberei meistens von Intellektuellen und Unternehmern, "Herrische" genannt, gepflegt. Modisch sind auch auf die langen Hausgänge der Bauernhäuser gemalte XXL-Monumentallandschaften.
Beliebte Vorlagen sind Gebirgs-, Meer- und Seenlandschaften, also all das, was in der Banater Schachbrettebene nicht vorhanden ist. Praktischerweise konnte man sich so an Hundstagen im Hausgang mit Blick auf Tiroler Winterlandschaften zumindest geistig erfrischen.

In der schwarz-weißen kommunistischen Nachkriegszeit, mit abgeschafften Weihnachten und Ostern, werden diese Landschaften noch beliebter und auch von Magdalena Slavik, Marlenes Mutter, als Auftragsarbeiten gemalt. Mit den fernen Alpen- und Bayerischen Seenlandschaften verbinden die hinter dem Eisernen Vorhang Eingesperrten auch, was man anderswo nicht so wahrnehmen würde: eine freie, heile Heimat.
Dabei ist es alles andere als trivial derartige Kopien als Autodidakt zu erstellen, der dafür nötige Akademismus ist selbst bei studierten Künstlern von heute nicht mehr die Regel.

Nun mag Marlene die Leidenschaft für Malerei von ihrer Mutter mitbekommen haben, inzwischen hat die jedoch eine andere Bedeutung bekommen. Es geht um Techniken, Experimente, Freiheiten und Feinheiten in der Gestaltung, Emotionen und das Innenleben der Künstler u. a.
Und ihr geht es auch um Erinnerungen an die Banater Landschaft mit den unverkennbaren Giebelhäusern der Siedler, für die Arbeit und Dorfgemeinschaft Lebensinhalt waren.
Aber auch Landschaften, Stillleben sowie "Pipatsche" (Roter Mohn), die in der fruchtbaren Banater Heide besonders schön fett werden, gehören zu ihren Themen.

Den Künstlerinnen-Clan-Kreis schließt Mara, die Tochter von Marlene, die den Überblick und die Familien-Begabungen huckepack hat. Als Schülerin zeichnet sie neben ihren Ballettschuhen ihre Leni-Oma, die sie nur von Fotos kennt und den "Blick in deine Seele". Vielleicht wird sie die Hobby-Ebene verlassen und ein Studium im künstlerischen Bereich aufnehmen.

Marlene Slavik - Vita und Presseberichte

Künstlerische Ausbildung:

  • Autodidakt
  • Unterricht bei der freischaffenden Künstlerin und Pädagogin Marie Hélène Desrue
Bisherige Ausstellungen:
  • Rathaus Wössingen 2007
  • Atelier M.H.Desrue Bürgerhaus Pfinztal 2007
  • Paracelsius Klinik Karlsruhe 2008
  • Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe
  • Haus Edelberg Berghausen 2008
  • Rathaus Söllingen 2008
  • Klinikum Karlsruhe 2009
  • Galerie Böhner 2010
  • Galerie Böhner 2016
Laudatio Dr. Claus-Peter Böhner-Fery, GALERIE BÖHNER

Banater Erinnerungen

Landschaften

Blumen und "Pipatsche" (Roter Mohn)

Magdalena, die Mutter

Mara, die Tochter