In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Adam Csonti
ADAM CSONTI (*28. Dezember 1957 – † 8. April 2026)
Mit seinem Tod verliert die deutsche Gemeinschaft im Banat nicht nur eine prägende Persönlichkeit, sondern einen Menschen, der mit Herz, Hingabe und unermüdlicher Kraft für andere gelebt hat.
Adam Csonti war von Beginn an – gleich nach der Wende 1989 – eine tragende Säule des neu entstehenden Gemeinschaftslebens. Als Mitbegründer des Deutschen Forums in Billed und langjähriger Vorsitzender sowie Vorstandsmitglied des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat hat er über Jahrzehnte hinweg Verantwortung übernommen und Zukunft gestaltet. Dabei war er nie ein Mensch großer Worte, sondern einer der Tat – verlässlich, besonnen und stets dem Gemeinwohl verpflichtet.
Seine Heimat Billed lag ihm besonders am Herzen. Über viele Jahre hinweg wirkte er als Gemeinderat, immer bemüht, Brücken zu bauen und für alle Menschen da zu sein. Doch sein Engagement ging weit über politische oder organisatorische Aufgaben hinaus: Er hat gestaltet, aufgebaut, bewahrt.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Roswitha hat er mit außergewöhnlicher Hingabe die Sozialstation in Billed aufgebaut und geführt. Für viele ältere Menschen bedeutete diese Einrichtung weit mehr als nur Hilfe im Alltag – sie war ein Zeichen von Menschlichkeit, Fürsorge und Nähe. Was dort täglich geleistet wird, trägt unverkennbar die Handschrift von Adam und Roswitha Csonti: still, zuverlässig und voller Herz.
Ebenso bleibt die von ihm geschaffene Heimatstube ein Ort der Erinnerung und Identität. Mit großer Leidenschaft sammelte er Zeugnisse der Vergangenheit und erzählte die Geschichte der Billeder und Banater Deutschen so lebendig, dass sie für viele wieder spürbar wurde. Wer ihm zuhörte, merkte sofort: Hier spricht jemand, der seine Wurzeln kennt und liebt.
Auch im kirchlichen Leben war er fest verankert. Sein Einsatz für die Pflege der Friedhöfe, die Kirche und den Kalvarienberg zeugt von seinem tiefen Glauben und seiner Verbundenheit mit der Gemeinschaft. Für ihn gehörten Tradition, Glaube und Zusammenhalt untrennbar zusammen.
Adam Csonti war ein Mensch, der nicht im Mittelpunkt stehen wollte und dennoch für viele zum Mittelpunkt geworden ist. Ein Mensch, auf den man sich verlassen konnte. Einer, der anpackte, wenn Hilfe gebraucht wurde. Einer, der blieb.
Mit ihm verlieren wir einen wertvollen Menschen, einen treuen Freund und einen stillen Motor unserer Gemeinschaft. Sein Wirken wird weiterleben – in dem, was er geschaffen hat, und in den Herzen der Menschen, die ihn kannten.
Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner lieben Ehefrau Roswitha, seiner Familie und allen Angehörigen.
Wir werden Adam Csonti ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren.
Fotos von Hans Rothgerber
Video: Rundgang und Interview von Astrid Ziegler mit Adam Csonti auf den Billeder Friedhöfen an Allerheiligen 2022.















