Nachruf auf Adam Csonti


28. Dezember 1957 – 8. April 2026

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Adam Csonti, einem Menschen, der viele Wege des Lebens mit uns gegangen ist und dessen Spuren in unserer Gemeinschaft überall sichtbar bleiben.

Schon in jungen Jahren verband uns eine enge Gemeinschaft. Gemeinsam standen wir als Ministranten am Altar und lernten früh, was Zusammenhalt bedeutet. Später führte uns der Sport erneut zusammen: Adam spielte Handball mit Leidenschaft – eine Leidenschaft, die ansteckend war. Er lebte diesen Sport nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer und Manager, mit Energie, Erfahrung und Herz. Für viele war er ein Vorbild.

Ein weiterer prägender Teil seines Lebens war sein Einsatz für die Gemeinschaft. Seit der Gründung des Demokratischen Forums der Deutschen in Billed übernahm Adam Verantwortung und prägte als Vorsitzender die Arbeit des Forums nachhaltig.

Ebenso engagiert war er als Gemeinderat, wo er sich mit großem Pflichtbewusstsein für die Belange der Menschen einsetzte. Beispielhaft kümmerte er sich um die beiden Billeder Friedhöfe. Mit derselben Sorgfalt widmete er sich auch der Instandhaltung und Reparatur der Kirche, deren Zustand ihm stets ein besonderes Anliegen war.
Für seinen Einsatz für die Gemeinde und ihre Einwohner wurde Adam Csonti zum Ehrenbürger ernannt.

Bis zuletzt blieb er zudem engagiert: Über viele Jahre war er Mitglied des Vorstandes des Banater Forums sowie Mitglied des Leitungsrates der Banatia‑Stiftung, in denen er seine Erfahrung, Besonnenheit und Verlässlichkeit einbrachte.

Immer wieder nahm er den langen Weg nach Karlsruhe oder Ulm auf sich, um am Billeder Heimattag oder am Großen Heimattreffen der Banater Schwaben teilzunehmen – aus Verbundenheit zur Heimat und zu den Menschen.

Gemeinsam mit seiner Frau Roswitha schuf er einen Ort von weit über das Dorf hinausgehender Bedeutung: das Heimathaus Billed. Durch ihren unermüdlichen Einsatz wurde es zu einem lebendigen Treffpunkt für Billeder, Banater Schwaben und viele andere Menschen – ein Ort der Begegnung, der Erinnerung und des Austauschs, den auch Persönlichkeiten aus der Politik besuchten.

Wer Adam kannte, erinnert sich an seine ruhige, verlässliche Art. Er drängte sich nie in den Vordergrund. Er tat, was getan werden musste – ohne viel Aufhebens, ohne Klage, ohne große Worte. Gerade diese stille, bescheidene Haltung machte ihn zu einem Menschen, dem man vertraute.

Billed war für Adam nicht nur ein Heimatort, sondern Teil seiner Identität. Die Straßen, die Felder, die Nachbarn, die Feste und Bräuche – all das gehörte zu ihm. Er zählte zu jenen Menschen, die ein Dorf mittragen, die durch tägliche Arbeit, Verlässlichkeit und Engagement das Fundament legen, auf dem Gemeinschaft entsteht.

Viele erinnern sich an Begegnungen mit ihm: ein kurzer Gruß, ein freundlicher Blick, ein stilles Zuhören. Adam war kein Mann der großen Gesten, aber ein Mann der Taten.

Seine Familie war ihm dabei stets Halt und Mittelpunkt. Neben seiner Frau Roswitha galten seine besondere Fürsorge und Liebe seiner Tochter Melitta sowie seinem Bruder Erwin mit Familie.

Mit seinem Tod verliert die Gemeinschaft einen jener leisen Träger des Alltags, deren Wert oft erst sichtbar wird, wenn sie fehlen. Adam hinterlässt Spuren – nicht laut und nicht aufdringlich, sondern leise und tief. In den Herzen derer, die ihn kannten, bleibt er als jemand bestehen, der mit beiden Beinen im Leben stand, Pflichten ernst nahm und mit seiner ruhigen Art Halt gab.

In großer Dankbarkeit für alles, was er für die Heimatgemeinschaft Billed e. V., für Billed und für die Banater Schwaben getan hat, nehmen wir von unserem Adam Csonti Abschied und werden seiner stets in Ehren gedenken.

Seiner Frau, seiner Tochter, seinem Bruder mit Familie sowie allen Angehörigen gelten unser tiefes Mitgefühl und unsere aufrichtige Anteilnahme. Er möge in Frieden ruhen.

Wir behalten ihn in unseren Herzen – als Freund, Weggefährten und als Menschen, der seine Gemeinschaft geliebt und geprägt hat.

Abschied von Adam Csonti am Samstag, dem 11.04.2026.
Fotos von Eduard Thöresz