Gedächtnisfahrt nach Frankfurt (Oder) am 11/12 April 2015


  • Von den Sowjets aussortierte Arbeitsunfähige und kranke Zwangsarbeiter, darunter 9 aus dem Banat, nach ihrer Ankunft über Frankfurt/Oder in einem Übergangslager im Herbst 1946
  • Dieselben Deportierte vor ihrer Entlassung aus dem Lager als Staatenlose in die Ostzone, da sie offiziell nicht nach Rumänien in ihre Heimatorte zurück durften
  • Entlassungsschein vom 04.01.1947 von Hans Mayer aus Billed als Staatenloser in die Ostzone
  • Auf verschlungenen, abenteuerlichen und gefährlichen Wegen versuchten die aus der Deportation als Staatenlose in die Ostzone (spätere DDR) Entlassenen immer wieder in ihre Heimat zu gelangen

Gedächtnisfahrt nach Frankfurt (Oder) - Sammel- und Umschlagplatz für tausende Heimkehrer aus der Deportation

Eine zentrale Veranstaltung der Südostdeutschen Landsmannschaften und viele Veranstaltungen der Kreisverbände, wie auch Berichte in der Heimatpresse, haben die Deportation der Südostdeutschen in die Sowjetunion im Januar 1945 wieder aktualisiert.
Obwohl nur noch wenige der ehemals Deportierten leben, haben die Kinder und Enkel der Verschleppten dieses Trauma aufgenommen. Die Russlandverschleppung hat uns alle betroffen, sie ist bleibend in unserem kollektiven Gedächtnis verankert und war mitentscheidend für unseren Exodus.

Etwa 15% der Verschleppten haben die Deportation nicht überlebt. Ihre sterblichen Reste liegen dort, wo heute in der Südukraine gekämpft wird.
Die Stellen ihres Leidens und ihrer Gräber können wir nicht besuchen.
Schwer Kranke wurden vorzeitig zunächst in die Heimat entlassen.
Ab 1946 bis Mitte 1947 verweigerte Rumänien die Aufnahme der Heimkehrer, sie wurden in die damalige Sowjetzone abgeschoben.
Frankfurt (Oder) wurde das Tor zur Freiheit für über 1,2 Millionen Heimkehrer, Männer, Frauen und Kinder. Unter ihnen waren Tausende Südostdeutsche, Schwaben, Sachsen.

Viele erlebten die Freiheit jedoch nicht, schwer Kranke sind unterwegs oder in Frankfurt (Oder) gestorben. Auf dem dortigen Hauptfriedhof sind unter einem Großen Hügel in einem Sammelgrab 7.610 dort Verstorbene beerdigt, andere liegen auf kleineren Friedhöfen der Umgebung.
Um unsere dort beerdigten Landsleute näher in unser diesjähriges Gedenken einzubeziehen, organisiert das Hilfswerk der Banater Schwaben eine Gedächtnisfahrt nach Frankfurt (Oder).

Die Reise wird auch einen Besuch Dresdens mit seinen weltberühmten Sehenswürdigkeiten ermöglichen. Die Reise wird am Samstag 11. April und Sonntag 12. April stattfinden.
Anmeldeschluss: 11.03.2015

Brochüre der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung: Gefangene und Heimkehrer in Frankfurt (Oder) 1945 - 1950/56

Geplanter Reiseverlauf

Geplante RouteGeplante Route Anmeldeschluss: 11.03.2015
  • Samstag, 11. April, Abfahrt Ingolstadt, Seniorenzentrum Nischbach um 6:00 Uhr
  • Zustieg Nürnberg, Haus der Heimat, um 7:15 Uhr
  • Zustieg Schweinfurt 8:30 Uhr
  • Ankunft Dresden 13:00 Uhr, Abfahrt Dresden 16:30 Uhr
  • Ankunft Frankfurt (Oder) 19:30 Uhr
  • Übernachtung über der Oder in Slubice
  • Sonntag 12. April, Abfahrt Hotel 8:30 Uhr
  • Stadtbesichtigung Frankfurt (Oder), Besichtigung des Heimkehrer Museums, Besichtigung Friedhof, Gedenkveranstaltung am Denkmal, Kranzniederlegung am Sammelgrab, Rückreise
  • Ankunft in Ingolstadt 21 – 22 Uhr
Vorausgesetzt wir können einen Bus mit 50 Plätzen füllen, betragen die Reisekosten einschließlich Übernachtung mit Frühstück 105 Euro pro Person im Doppelzimmer.
Sollten wir einen kleineren Bus nehmen müssen, werden die Kosten etwas höher sein.

Anmeldungen und weitere Informationen unter 09721 31167 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!