Die Kastellruine - ein Investitionsobjekt


Das herrschaftliche Kastell ist sicherlich das herausragende Bauwerk der ansonsten von Bauernhäusern dominierten Dorfarchitektur. Es war Sitz der herrschaftlichen Verwaltung und für die Dorfbewohner über zwei Generationen ein Wahrzeichen der Unterdrückung.
In der kommunistischen Zeit und danach ist das Gebäude verfallen.
Jetzt hat ein Investor die Ruine erworben. Wie Phönix aus der Asche sollen in ihr 8 Wohneinheiten entstehen.

Nach der Revolution von 1848 endete zwar die Leibeigenschaft, die Bauern mussten allerdings ihren Grund- und Boden von der Herrschaft abkaufen.
Noch vor dem ersten Weltkrieg veräußern die Bischöfe das Kastell an die Unternehmerfamilie Petö.
1922 erscheint auch Kronprinz Ferdinand dort zu Besuch (siehe Fotos). In der Nachkriegszeit wurde das Gebäude verstaatlicht und zeitweise als Schülerinternat genutzt. Nach 1989 sind an dem Gemeindegebäude so gut wie keine Instandhaltungsarbeiten durchgeführt worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.